Dritter beim 24-Stunden-Rennen in Spa

Erfolgreiches Wochenende für Manuel Metzger. Beim 24-Stunden-Rennen in den belgischen Ardennen erlebte der 32-Jährige ein Wochenende voller Höhen und Tiefen. Ein heftiger Unfall eines Teamkollegen in der ersten Trainingssitzung sorgte dafür, dass das Auto erst zum Rennen wieder einsatzfähig war. Nach einem technischen Problem in der Anfangsphase kämpften sich Metzger und seine Teamkollegen noch bis auf den dritten Platz der „Silver Cup“-Klasse nach vorne und durften sich auf dem Podium feiern lassen.

„Als erstes möchte ich mich beim Team bedanken. Die Jungs haben einen phänomenalen Job gemacht, den Wagen innerhalb eines Tages wieder rennfertig gemacht und die vier Veranstaltungstage nahezu durchgearbeitet. Nach dem frühen Rückschlag im Rennen haben wir dann eine tolle Moral gezeigt und uns mit vollem Einsatz wieder nach vorne gekämpft. Dass wir am Ende auf dem Podium landen, hätte ich nach dem Unfall am Donnerstag nicht für möglich gehalten“, schilderte Metzger das schwierige Wochenende nach Rennende.

Das Rennwochenende begann am Donnerstagmittag mit dem freien Training. Metzgers Teamkollege Abdulaziz Al Faisal absolvierte einige Runden und übergab das Auto an Gabriele Piana. Dem Italiener explodierte in einer High-Speed-Passage bei über 200km/h ein Vorderreifen, sodass er ohne Kontrolle über das Fahrzeug in die Streckenbegrenzung einschlug. Glücklicherweise blieb er bei dem heftigen Unfall unverletzt. Das BLACK FALCON Team startete direkt nach Trainingsende mit der Reparatur des zerstörten Mercedes-AMG GT3. Am Freitagnachmittag stand eine Warm-Up-Session auf dem Programm, bei der das wieder fahrbereite Auto eine Testrunde absolvierte: Ein technisches Problem zwang das Team zu einer weiteren Reparatur, sodass Metzger und sein Teamkollege Hubert Haupt bis zum Rennstart keine Runde absolvieren konnten.

Am Samstagnachmittag startete die 70. Auflage der 24 Stunden von Spa vor gut gefüllten Tribünen und bei bestem Wetter. Startfahrer Haupt ging mangels gesetzter Qualifikationszeit vom Ende des Feldes ins Rennen und machte in der Anfangsphase über 20 Positionen gut, ehe er wegen eines Problems mit der Gangschaltung unplanmäßig an die Box kam. Obwohl das Team den Fehler in kürzester Zeit lokalisieren und beheben konnte, verloren sie viel Zeit. Trotz des frühen Rückstands ließ sich die Mannschaft nicht unterkriegen und kämpfte während der verbliebenen 23 Stunden Renndistanz auf der Strecke und bei jedem Boxenstopp um jede Zehntelsekunde.“

„Durch die enorme Leistungsdichte der Fahrzeuge war es sehr schwierig zu überholen und die verlorene Zeit in Form von Positionen wieder gut zu machen. In meinen Stints war ich oftmals schneller als mein Vordermann, konnte aber einfach nicht vorbeigehen, weil sein Fahrzeug beispielsweise auf der Geraden ein paar km/h mehr Top-Speed erreichte. Das war sehr frustrierend, weil wir dadurch wertvolle Zeit verloren haben.

Das Rennen der Startnummer 6 verlief nach dem technischen Problem der Anfangsphase ohne weitere Zwischenfälle. Trotz der schwierigen Umstände machte Metzgers Team Stunde für Stunde Positionen gut und fuhr nach 24 Stunden Fahrzeit als Dritter über die Ziellinie.

„Ohne die ganzen Probleme hätten wir sicherlich um den Sieg fahren können, doch in Anbetracht der Umstände ist der dritte Platz ein riesiger Erfolg und wir sind sehr zufrieden damit. Noch einmal vielen Dank an das Team für den super Job und die Chance, wieder in Spa antreten zu dürfen.“